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10 Tips fürs Homeoffice: Wie ein erfüllter Alltag gelingt

Viele von uns sind inzwischen wieder im Homeoffice. Während einige keinerlei Probleme damit haben, von zu Hause zu arbeiten, kann das auch eine echte Herausforderung sein. Ich möchte Ihnen deshalb in diesem Artikel einen Überblick geben, wie der Alltag zu Hause gelingen kann.

Stehen Sie zu Ihrer gewohnten Zeit auf 

Halten Sie auch zu Hause an Ihren Abläufen fest. Sie stehen normalerweise um sieben Uhr auf? Tun Sie das auch weiter. Die gewonnene Zeit am Morgen, die Sie vielleicht sonst im Zug oder Auto verbringen, können Sie nutzen! Ob es das Frühstück mit der Familie, Yoga, Sport oder ein Spaziergang ist – den Tag mit etwas zu beginnen, das Ihnen gut tut, wird Ihnen auch einen guten Start in den Arbeitstag erleichtern.

Bereiten Sie sich wie gewohnt auf den Tag vor

Verhalten Sie sich, als würden Sie zur Arbeit gehen. Anziehen, zurecht machen und alles vorbereiten, was man normalerweise mitnehmen würde. Das erleichtert Ihnen nicht nur den Übergang zwischen Freizeit und Arbeit, sondern wird auch einen guten Eindruck in Videokonferenzen machen. Psychologisch bringen Sie sich dadurch zudem in eine Art “Arbeitsmodus”, obwohl Sie den ganzen Tag zu Hause verbringen werden. Es kann schwer sein, mental bei der Arbeit zu bleiben. Sie werden sich wundern, wie sehr ein präsentables Outfit dabei helfen kann. Dabei etwas lässiger als sonst gekleidet zu sein, ist vollkommen in Ordnung – nur die Jogginghose sollte im Schrank bleiben.

Richten Sie sich einen Arbeitsplatz ein 

Wer zu Hause sowieso einen Schreibtisch hat – wunderbar! Doch auch ohne diesen ist es wichtig, einen eindeutigen Arbeitsplatz festzulegen, der ausschließlich zum Arbeiten genutzt wird. Es ist nachgewiesen, dass wir bestimmte Orte unterbewusst mit bestimmten Aktivitäten verbinden. Daher sollten Sie Ihre Orte der Entspannung, wie die Couch oder das Bett, klar von der Arbeit fernhalten. Umgekehrt wird Ihnen ein vorbereiteter Schreibtisch helfen, sich besser zu konzentrieren und bei der Arbeit zu bleiben. Am Ende des Arbeitstages ist es dann auch wichtig, den Arbeitsplatz zu meiden. Das hilft dabei, produktive Grenzen zwischen Beruf und Freizeit aufzubauen.

Achten Sie auf Ergonomie

Stellen Sie sicher, dass Ihr Arbeitsplatz gut ausgeleuchtet und möglichst ergonomisch gestaltet ist. Wer vom Laptop aus arbeitet, sollte sich einen größeren, höhenverstellbaren Bildschirm sowie Maus und Tastatur besorgen. Eine aufrechte Haltung zum Schutz vor Rückenschmerzen und die richtige Handhaltung sind entscheidend. Ein Bildschirm kann auch mit Büchern oder einer Schuhbox auf die richtige Höhe gebracht werden. Ihr Rücken wird es Ihnen danken! Das Licht sollte von der Seite kommen und weder in Ihr Gesicht noch direkt auf den Bildschirm scheinen.

Planen Sie Ihren Tag

Arbeit von zu Hause braucht Strukturen und Grenzen. Planen Sie klare Start- und Endzeiten ein, sowie Pausen. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen sorgt es dafür, dass Sie jeden Tag produktiv sind. Zum anderen vermeiden klare Arbeitszeiten, dass Sie ständig arbeiten, zum Beispiel spätabends und am Wochenende. Wer nicht so agiert, wird weder bei der Arbeit noch in der Freizeit vollständig präsent sein.

Strukturieren Sie Ihre Arbeitszeit

Morgens sind wir in der Regel am wachsten, daher sollten die ersten zwei Stunden Ihnen gehören, um die wichtigsten Aufgaben des Tages abzuarbeiten. Ausgehend von einem Tag mit acht Arbeitsstunden sind die nächsten zwei Stunden ideal dafür, Termine mit Kunden und Kollegen wahrzunehmen, sich abzusprechen und vielleicht auch mal einen virtuellen Kaffee einzuplanen. Nach der Mittagspause ist die beste Zeit, um alles das zu erledigen, was nicht unsere volle Aufmerksamkeit und Morgenfrische benötigt. Es folgen zwei Stunden für Mails, restliche Meetings, administrative Arbeiten und Ähnliches. Die letzten zwei Stunden sollten dafür da sein, die letzten Aufgaben abzuarbeiten und sich für den nächsten Tag zu planen. Das bereitet Sie auch auf einen guten Übergang in die Freizeit vor und sorgt dafür, dass Sie die Arbeit nicht mit in den Abend nehmen.

Planen Sie Ihre Kommunikation

Viele klagen derzeit über die Flut an täglichen Anrufen. Da es so einfach ist, virtuellen Zugang zu Angestellten und Kollegen zu bekommen, finden wesentlich mehr Termine als im regulären Alltag statt. Dafür gibt es zwei Lösungen: Zum einen sollten Teams feste Termine haben, die einem klaren Zweck dienen und zeitlich begrenzt sind. Zum Beispiel ein wöchentlicher Jour Fixe von 45 Minuten, in dem jeder ein kurzes Update über die Woche gibt und die wichtigsten Themen für die nächste Woche besprochen werden. Zum anderen sollten Sie sich auch überlegen, wann Sie Termine einplanen möchten und anderen gegenüber klare zeitliche Grenzen setzen. Bei einem Arbeitstag von acht Stunden kann es sinnvoll sein, die ersten und die letzten zwei Stunden von Terminen freizuhalten.

Klare Alltagsplanung mit Kindern

Wer Kinder hat, ist derzeit besonders herausgefordert. Um den Alltag mit den Kleinen aktiv zu gestalten, lohnt es sich, gemeinsam mit der ganzen Familie einen Plan zu erstellen. Setzen Sie sich mit Ihrem Partner an den Tisch und besprechen Sie dieses Thema offen – es wird allen helfen. Wann müssen die Eltern arbeiten? Wann steht Home Schooling oder Spielen an? Wann ist wer für die Kinderbetreuung verantwortlich? Wie sind die Essenszeiten? Diese Themen eindeutig zu klären und auf Papier festzuhalten, wird Ihnen auch helfen, Termine und den beruflichen Alltag besser zu regeln. Seien Sie auch Kollegen und Vorgesetzten gegenüber in Bezug auf Ihre familiären Pflichten offen gegenüber. Klare Kommunikation Ihrer Bedürfnisse und Grenzen wird Ihren Geschäftsbeziehungen zugutekommen und in der Regel auf Verständnis stoßen.

Priorisieren Sie Sport und Bewegung

Bewegen Sie sich! Unsere Alltagswege finden derzeit nicht statt. Daher kann ein Spaziergang am Nachmittag ein guter Ausgleich sein. Ihre sportlichen Aktivitäten sollten Sie jetzt ganz fest in den Kalender einplanen und sicher gehen, dass Sie für die Zeit eines Workouts oder Ihrer Yogastunde ungestört sind. Vielleicht könnten Sie auch etwas gewonnene Zeit am Morgen dafür nutzen, das Thema Sport vor dem Beginn des Arbeitstages abzuhaken – dann fällt es schon nicht mehr unter den Tisch und Sie sind garantiert wach und entspannt, wenn Sie mit der Arbeit beginnen.

Seien Sie nicht zu streng mit sich

Wir erleben schwere Zeiten und die beste Planung wird uns nicht davor schützen, dass es ab und zu einfach nicht so klappt. Das kann sehr frustrierend sein. Fahren Sie Ihre Arbeit an diesen Tagen auf das Nötigste herunter und tun Sie etwas für sich. Am nächsten Morgen wird es dann sicher wieder besser gehen!

Haben Sie noch andere Ideen? Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldung!

 

Dieser Blogpost wurde verfasst durch Marlene A. Magerl.