Was ist die G25 Untersuchung?
Die G25 Untersuchung dient zur Überprüfung der Eignung bei Fahr- Steuer- und Überwachungstätigkeiten. Diese ist besonders relevant bei Berufen, die das Führen von beispielsweise Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen oder Flurförderfahrzeugen erfordern.
Das macht diese Untersuchung besonders bedeutsam, denn im Vergleich zu den anderen Untersuchungen soll mit dieser auch eine Fremdgefährdung ausgeschlossen werden. Jeder der ein Fahrzeug führt, stellt bei mangelnder Fähigkeit eine Gefährdung nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere dar.
Wie läuft die G25 Untersuchung ab?
Inhalt der Untersuchung ist die Sicherstellung der körperlichen Eignung, ein Fahrzeug zu führen. Wie bei allen Vorsorgen wird zunächst eine allgemeine Anamnese durchgeführt. Bei dieser wird der Gesundheitszustand des Mitarbeiters festgehalten und über eventuell vorliegende Diagnosen gesprochen. Hierbei empfiehlt es sich, dass der Mitarbeiter die entsprechenden Arztbriefe mitbringt.
Danach werden Seh- und Hörtest durchgeführt. Ein Test, der Glukose im Urin nachweist, kann eine unentdeckte Diabeteserkrankung ausschließen. Eine nicht erkannte oder unbehandelte Diabetes ist ein erhebliches Risiko beim Führen von Fahrzeugen und es kann zu schweren Unfällen kommen.
Wann wird die G25 Untersuchung wiederholt und warum?
Die G25 Untersuchung sollte im Normalfall nach 36 Monaten wiederholt werden. Allerdings gibt es Fälle, die eine verkürzte Nachuntersuchung nach 12 Monaten notwendig machen. Falls sich beim Seh- oder Hörtest Auffälligkeiten ergeben, wird die Nachuntersuchung bei einem Augen- oder HNO-Arzt erforderlich (zu Lasten der gesetzl. Krankenkasse). Dieser Termin sollte vom Mitarbeiter eigenständig geplant und zeitnah wahrgenommen werden. Liegen keine weiteren Defizite vor, wird der Facharzt eine Bescheinigung zur Fahrtauglichkeit erteilen. Diese sollte uns bei dem vorgezogenen Folgetermin vorgelegt werden. Falls eine entsprechende Sehschwäche oder Schwerhörigkeit festgestellt wird, sorgt der Arzt mit der Verschreibung einer entsprechenden Seh- oder Hörhilfe dafür, dass der Mitarbeiter sicher weiterarbeiten kann.
Auch wenn der Mitarbeiter selbst Auffälligkeiten feststellt oder das Umfeld diese bemerkt, sollte eine G25 Untersuchung zeitnah wiederholt werden. Ein klassisches Beispiel ist das Gefühl, nicht mehr gut zu sehen oder die Beobachtung, dass oft nachgefragt werden muss, da der Mitarbeiter andere schwer versteht.
Warum ist die G25 Untersuchung auch für Arbeitgeber so wichtig?
Für den Betreib hat die G25 eine haftungsrechtliche Relevanz und wird dadurch dringend empfohlen. Spätestens bei einem Arbeitsunfall muss der Arbeitgeber nachweisen, sich versichert zu haben, dass sein Mitarbeiter sowohl fachlich wie auch gesundheitlich in der Lage war, seine Tätigkeit auszuführen.
Haben Sie noch Fragen zur G25 Untersuchung? Schreiben sie uns gerne eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!
Dieser Blogbeitrag wurde verfasst durch Laura Fischer. Laura ist Studentin der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg und seit vielen Jahren als Arbeitsmedizinische Fachangestellte für Koamed tätig.


